Kurban-Fest der Hingabe

Festtagshutba

Verehrte Muslime!

Unser Prophet ﷺ feierte das erste Kurbân-Fest im zweiten Jahr der Hidschra, am 10. Tag des Monats Zilhidscha. Alle seine Gefährten, ihre Frauen und Kinder sollten von der Geschwisterlichkeit, den Duâs und seinen Worten profitieren und die Freude dieses besonderen Tages erleben. Als er seinen Gebetsplatz betrat, begrüßte er seine Gemeinde, pries Allah und sagte: „Das erste, mit dem wir an diesem Tag beginnen, ist das Festtagsgebet. Danach kehren wir zurück und opfern. Wer das tut, der folgt meiner Sunna.“[1]

Liebe Geschwister!
Auch wir haben uns heute, am ersten Morgen des Festtages versammelt, um die Freude und die Schönheit des Beisammenseins zu erleben.

Festtage sind besondere Zeiten, zu denen die Geschwisterlichkeit der Muslime ihren Höhepunkt erreicht. Deshalb haben wir unsere Kurbân-Opfer gespendet, damit auch Muslime in armen und notleidenden Teilen der Welt die Freude des Bayrams ein Stück weit erleben können. Viele von uns haben ihre Kurbân-Spenden der Hilfsorganisation Hasene anvertraut.

Verehrte Muslime!

Die wichtigste Ibâda während des Kurbân-Festes ist das Opfern für Allah. Der Kurbân ist eine Ibâda, die vor allem unsere Dienerschaft gegenüber Allah zum Ausdruck bringt. Im Koran heißt es: „Allen Völkern gaben wir Opferriten, damit sie Allahs Namen über dem Vieh aussprächen, mit dem wir sie versorgten. Und euer Gott ist ein einziger Gott. Darum seid ihm ergeben!
Und verkünde denen frohe Botschaft, die demütig (vor Allah) sind, deren Herz bei Allahs Erwähnung vor Ehrfurcht bebt, und denen, die standhaft alles erdulden, was sie trifft, und denen, die das Gebet verrichten und von dem spenden, was wir ihnen bescheren.“
 [2]

Wer für Allah opfert, festigt seine Beziehung zu ihm. Er folgt außerdem der Sunna unseres Propheten ﷺ, der seinen Kurbân eigenhändig opferte. Dabei rezitierte er ﷺ folgenden Koranvers[3]„Siehe, ich richte mein Angesicht lauteren Glaubens auf den, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, und ich gehöre nicht zu denen, die (Gott) Gefährten beigesellen.“ [4] Er pflegte auch folgenden Vers zu rezitieren: „Sprich: ‚Siehe, mein Gebet, meine Ibâda, mein Leben und mein Tod gehören Allah, dem Erhalter der Welten. Er hat keine Teilhaber. So ist es mir geboten worden, und ich bin der erste der Gottergebenen.’“[5]

Liebe Geschwister!

Lasst uns die Festtage gemäß der Sunna unseres Propheten ﷺ verbringen. Dazu gehört, dass wir die Taschrîk-Rufe zwischem dem Beginn des Morgengebets am Arafat-Tag bis zum Nachmittagsgebet des vierten Festtages nach jedem Gebet sprechen. Genauso opfern wir unser Kurbân gemäß der Sunna. Für alle unsere Geschwister besteht noch die Möglichkeit, ihre Kurbân-Spenden an Hasene zu übergeben.

Die Festtage sind eine gute Gelegenheit, um unsere Verwandten zu besuchen und unseren Lieben – besonders unseren Eltern – eine Freude zu machen und unsere Bayram-Freude auch mit den Kranken, Alten und Alleinstehenden in unserer Nähe zu teilen. An den Festtagen sollten wir sollten auch alle Streitigkeiten beilegen und das Kurbân-Fest dazu nutzen, um uns zu versöhnen. Nicht zuletzt sollten wir viel beten, besonders für unsere armen und bedürftigen Geschwister.

Möge Allah uns und alle Muslime segnen und mögen wir weitere Festtage bei bester Gesundheit und in Frieden erreichen. Âmîn.

[1] Ibn Hanbal, IV, 283, Hadith Nr. 17750; Buhârî, Idayn, 3, 15, Hadith Nr. 898
[2] Sure Hadsch, 22:34
[3] Vgl. Abû Dâwûd, Dahâyâ, 3-4
[4] Sure An’âm, 6:79
[5] Sure An’âm, 6:162-163

Festtagshutba-Kurban: Fest der Hingabe

Festtagshutba-Arabisch